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„Oma-Hilfsdienst“ in der neuen Begegnungsstätte

Wagenfeld – Aus dem Arbeitstitel der ehrenamtlichen Kinderbetreuung „Oma-und-Opa Hilfsdienst“ kristallisiert sich im neuen Begegnungshaus in Wagenfeld der Name „Paten-Oma“ heraus. Nicht, weil Männer nicht erwünscht sind, aber die derzeit neun Interessierten, die selbst Enkelkinder haben, sind Frauen.

Am Samstag trafen sie sich mit Diakon und Kirchenkreissozialarbeiter der Diakonie im Kirchenkreis Diepholz, Rüdiger Fäth, um weitere Detailfragen des Angebots zu besprechen: „Wo liegen die Grenzen zu anderen Angeboten der Jugendhilfe? Welche Schwerpunkte bringen die ehrenamtlichen Helferinnen mit für die Betreuung der Kinder im Alter von zwei bis zwölf Jahren?“

Die Motivation, ihre Zeit, in der Lebensphase in der Kindererziehung abgeschlossen ist, für andere Kinder zu investieren, beschriebe Elsbeth Dubenhorst (Wagenfeld) und Ingrid Hacker (Oppenwehe). „Damit ich jung bleibe, die Kinder halten mich fit“, ist die Triebfeder von Dubenhorst. „Meine Enkel wohnen weit weg, so kann ich mein Wissen wenigstens an andere Kinder weitervermitteln“, positioniert sich Hacker.

Mit in der Runde des Aktionsteams „Die neue Begegnungsstätte mit Leben zu füllen“ war am Samstag Astrid Holtz vom Aktionsbündnis „Lebendiges Wagenfeld“.

Es war das vierte Treffen, dieses Mal, um die Voraussetzungen für die zukünftigen Angebote der „Paten-Omas“ im ehemaligen „Neustädter Krug“ an der Sulinger Straße, zu schaffen. Dass die Räume und die Angebote neu und im Aufbau sind mit dem langfristigen Ziel, die Arbeit am Gemeinwesen des Ortes unter Einbeziehung aller Ortsteile zu stärken, wurde deutlich. „Wir arbeiten an einem Begegnungszentrum für Wagenfeld und Ströhen“, betonte Rüdiger Fäth von der Diakonie Diepholz-Syke-Hoya. Er wird in Kürze jeweils dienstags von 14 bis 16 Uhr in seinem neuen Büro in der Begegnungsstätte für Gespräche da sein und bittet um telefonische Anmeldung unter 05441/987910.

Wer sein Kind für maximal zwei Stunden anmelden möchte, bespricht dies mit Fäth im Vorfeld. „Die Betreuung ist auf Gründe angelegt, wenn es „mal eng wird“ in der Familie aufgrund eines Notfalls, aber nicht, damit die Eltern zum Friseur gehen können oder „mal ihre Ruhe suchen“. Das ist Fäth ganz wichtig. „Die Damen machen das ehrenamtlich“, betont er.

Der Idee liegt aber natürlich trotz aller Ehrenamtlichkeit ein Win-Win-Effekt generationsübergreifend zu Grunde. Die Kinder treffen bei den Damen auf vielerlei Talente: Gesang, Schauspiel, Kreativität, „grüner Daumen“ und Kochkunst. Das Angebot ist ein Betreuungsangebot ohne öffentlichen Erziehungsauftrag, unterstreicht Rüdiger Fäth. Man wolle es auch nicht als Verlängerung der Betreuungszeiten in der Kindertagespflege verstanden sehen.

Haus mit Leben erfüllen

Die Räume im ehemaligen Gasthaus sind vom neuen Eigentümer Rolf Kleinhans-Bukowski renoviert und bereits spartanisch eingerichtet. Im großen Gruppenraum mit den fast bodengängigen Fenstern zur Sulinger Straße quietscht in bunt die Kinderspielecke, eine moderne Vitrine wurde gespendet. „Was uns hier noch fehlt, ist ein schlichter langer Tisch mit passenden Stühlen ohne viele Schnörkel“, so Rüdiger Fäth. Er denkt dabei an regionale Unternehmen, die vielleicht etwas spenden könnten. Am großen Flur reihen sich das Büro, die Küche Richtung Garten und weitere drei Gruppenräume aneinander. „Vielleicht gibt es Selbsthilfegruppen oder Musikensemble, die Interesse haben, das Haus mit Leben zu füllen.“ Alles sei denkbar.

Ab Mai plane man Vortragsabende, am 17. März ab 18 Uhr werden die „Paten-Omas“ in Erster Hilfe am Kind geschult. Es gibt noch freie Plätze. Für den 7. Mai ist ein Frühlingsfest in Vorbereitung.

Ideen gibt es bereits zahlreiche, aber eins fehlt noch: Der Name des Begegnungszentrum Sulinger Straße: Wer noch einen guten Namensvorschlag hat, kann ihn bis zum 15. April per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. Eine Jury aus Kirche, Gemeinde und Diakonie wählt den passendsten aus.

Der Scheitelstein am Haupteingang des Gebäudes von 1879 konserviert die Namen der Erbauer: W. Trümpler und W. Kruse. Die zwei würden sich über neues Leben im Haus sicher freuen.

Quelle: Kreiszeitung

 

Kontakt:

Diakonisches Werk Diepholz - Syke-Hoya, Postdamm 4, 49356 Diepholz, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,  Tel. 05441 9879-10