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Photo by Adi Goldstein on Unsplash

Weltarmutstag 2019
Heute geht es in Niedersachsen um die (Klima-) Wurst!

Anlässlich des jährlichen Weltarmutstages am 17. Oktober, führen Landesarmutskonferenzen (LAKs) im gesamten Bundesgebiet in jedem Jahr Aktionen durch, die auf das Thema Armut aufmerksam machen sollen. Die LAK Niedersachsen veranstaltete in diesem Rahmen in Hannover am Kröpcke die Aktion „Armut vs. Klima? Es geht um die Wurst!“, bei der Aktivist*innen der Landesarmutskonferenz Niedersachsen Klima-Würste verteilten, um über den Aspekt der sozialen Gerechtigkeit bei der Bekämpfung des Klimawandels zu diskutieren. Klaus-Dieter Gleitze, LAK-Geschäftsführer ist davon überzeugt, dass die Konsequenzen des menschengemachten Klimawandels für unsere Gesellschaft ein zentrales Thema der nächsten Jahre sein werden. Allerdings müssten dabei auch politische Lösungen herbeigeführt werden, die die soziale Gerechtigkeit im Auge behielten, um die soziale Spaltung im Land nicht weiter zu vertiefen, so Gleitze. Nur eine grundsätzlich sozial gerechte Steuerpolitik trägt Beidem Rechnung: Dem Kampf gegen die Armut und die Spaltung unserer Gesellschaft und dem Kampf gegen den Klimawandel.

Weitere spannende Informationen zu den Landesarmutskonferenzen, Forderungspapieren sowie Aktionen finden Sie hier:

www.nationale-armutskonferenz.de
www.landesarmutskonferenz-niedersachsen.de 

 

Auch das Diakonische Werk in Niedersachsen gab anlässlich des Weltarmutstages eine Pressemitteilung heraus:

Weltarmutstag: Diakonie fordert Kindergrundsicherung

Hannover (epd). Anlässlich des Weltarmutstages hat die Diakonie in Niedersachsen erneut eine Kindergrundsicherung gefordert. "Armut ist nicht weit weg, sondern leider mitten unter uns anzutreffen", sagte Vorstands-Sprecher Hans-Joachim Lenke am Donnerstag in Hannover. In Niedersachsen seien ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen von Armut bedroht oder müssten in Armut leben. "Konkret reden wir hier von über 270.000 jungen Menschen."

Insbesondere Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern seien betroffen, sagte Lenke. "Es darf nicht sein, dass Kinder in unserem Land ein Armutsrisiko darstellen." Darum müsse mit einer Kindergrundsicherung jedem Kind ein auskömmlicher Betrag als eigener Rechtsanspruch zur Verfügung stehen. Lenke zufolge sind rund 16 Prozent der Niedersachsen von Armut bedroht, aber 45 Prozent der Alleinerziehenden müssten in Armut oder an der Armutsgrenze leben.

Im Dezember 1992 hatten die Vereinten Nationen den 17. Oktober zum Internationalen Tag zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung erklärt. Der Tag wurde auf eine Initiative des französischen Armutspriesters Joseph Wresinski (1917-1988) hin deklariert, der seit Mitte der 1950er Jahre mit Pariser Obdachlosen lebte und arbeitete. Er war davon überzeugt, dass Menschen aus dem Elend herausgeholfen werden könne. (7078/17.10.19)