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FÜREINANDER: Die diesjährige „Woche der Diakonie“ findet vom 4. bis 11. September statt

Die Diakonie in Niedersachsen legt zur „Woche der Diakonie 2022“ den Fokus auf die Verantwortung, die Politik, Kirche, Sozialverbände und Gesellschaft FÜREINANDER haben.

Eine sozialpolitische Einordnung von Sven Quittkat, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Diakonischen Werkes in Niedersachsen:

Die Pandemie erlebt ihr drittes Jahr. Bei vielen Menschen ist die Geduld zu Ende, die Kräfte schwinden, die Nerven liegen manchmal blank. Wir lesen täglich Durchhalteparolen, setzen uns selbst Hoffnungszeichen. All dies ist verständlich, und doch gibt es auch Enttäuschungen. Wenn es doch anders kommt, wenn eine neue Variante auftaucht, die Inzidenzen wieder mal eine andere Sprache sprechen und trotz Booster-Impfung und FFP-2-Maskenpflicht eine nächste Welle droht.

Füreinander. Das Jahresthema der Diakonie in Niedersachsen stellt den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Fokus. Nur gemeinsam werden wir die Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Die der Pandemie, aber auch die sozialen Probleme, die schon vorher da waren. Wir erleben es gerade intensiv: Nur gemeinsam können wir uns gegen ein Virus schützen. Nur miteinander können wir Wege aus der Pandemie finden. Nur im gemeinsamen Tragen der Lasten schaffen wir Lösungen.

Wir leben nicht in einer gespaltenen Gesellschaft, sondern in einer Gesellschaft, in der wenige spalten. Das wollen und müssen wir immer wieder betonen. In der Pandemie haben wir gesehen, wie wichtig es ist, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Dies müssen wir uns nicht zerreden lassen. Aber wir müssen es auch regelmäßig und bewusst in den Mittelpunkt stellen.

Wir sehen täglich, wie sich die meisten Menschen engagieren, Tag für Tag: In den Verwaltungen, an den Kassen, in Betrieben, in den vielen Hilfefeldern der sozialen Arbeit, an ihren Arbeitsplätzen sowie freiwillig in den Vereinen und Initiativen. Wir danken allen, die sich verantwortungsvoll einbringen in unseren Gemeinden, Dörfern und Städten in Niedersachsen. Wir sind die Mehrheit, auch wenn unsere Stimmen oft von wenigen übertönt werden.

Die Pandemie hat gezeigt, dass wir das soziale Miteinander und Füreinander immer wieder aufs Neue gestalten und Verantwortung übernehmen müssen; sonst wird aus der Coronakrise zunächst eine Gesellschafts- und später eine Armutskrise. Wir brauchen kreative Lösungen, digitale Angebote, neue Ideen, um flexibel füreinander da zu sein. Zur Verantwortung gehört auch, dass die soziale Infrastruktur gestärkt wird. Im Rahmen des Subsidiaritätsprinzips brauchen soziale Dienste eine auskömmliche Finanzierung. Gleichzeitig wird es notwendig werden, Ressourcen stärker zu bündeln und gemeinsam Antworten auf soziale Fragen zu finden. Kirchen und Diakonie können hier Hand in Hand ein Motor für soziale Innovation sein.

Füreinander. In diesem Jahr werden wir uns wichtigen Fragen stellen, für die es keine einfachen Lösungen gibt. In Hinsicht auf die Landtagswahl in Niedersachsen im Oktober 2022 werden wir die Vertreter:innen von Politik und Gesellschaft einladen, mit uns auf den unterschiedlichen Kommunikationskanälen in einen notwendigen Diskurs zu gehen und gemeinsam Antworten zu finden.

Quelle: Diakonisches Werk in Niedersachsen

 

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf der Seite des Diakonischen Werkes in Niedersachsen.

Aktuelle Informationen rund um Aktionen vor Ort in unseren Kirchenkreisen erhalten Sie in Kürze auf unserer Website.

 

Kontakt:

Diakonisches Werk Diepholz - Syke-Hoya, Herrlichkeit 2, 28857 Syke, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,  Tel. 04242 1687 0