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„GEMEINSAM STARK“- Diakonisches Werk startet Gemeinwesenarbeit in Barnstorf und Syke

Photo by Adi Goldstein on Unsplash

In diesem Jahr startete das Diakonische Werk gemeinsam mit Kooperationspartnern jeweils ein Gemeinwesenprojekt in Barnstorf und Syke.

Was ist eigentlich Gemeinwesenarbeit?

Es gibt nicht „das eine Konzept“ der Gemeinwesenarbeit (GWA), welches allumfänglich erklärt, wie der Aufbau einer Arbeit im Gemeinwesen ablaufen sollte. Eine gute Gemeinwesenarbeit gibt es nicht von „der Stange“. Aber beginnen wir von vorne: Als erstes wird ein Gebiet abgesteckt, welches im Folgenden als Quartier bezeichnet wird. Dieses Quartier wird näher betrachtet und es stellt sich die Frage, welche Bedarfe, Wünsche und Entwicklungspotenziale gibt bei den Menschen, die in diesem Quartier leben? Anders als in anderen Bereichen unserer Beratungsarbeit, liegt der Fokus hierbei nicht auf bestimmten Gruppen von Klienten bzw. Problemlagen, sondern auf allen in diesem Quartier lebenden Menschen. Die Orientierung an den Bedürfnissen und Themen der Menschen steht im Vordergrund. Die Aufgabe der GWA ist es, Themen aufzugreifen, die für die Menschen im Quartier als wichtig erachtetet werden. Die Förderung der Eigeninitiative ist ein wichtiger Bestandteil. Es geht nicht darum für die Menschen zu handeln, sondern mit ihnen zu agieren und sie zu begleiten. So kann das optimale Entwicklungspotenzial des Quartiers genutzt und die Integration und Teilhabe der Menschen vor Ort gestärkt werden. Grundsätzlich geht es um den Aufbau eines Miteinanders und um die Motivation, etwas bewegen zu wollen.

 

Die Projekte

 

(1) "Nur gemeinsam sind wir stark - Barnstorf macht mobil"

In diesem Sommer startete das Kooperationsprojekt „Nur gemeinsam sind wir stark – Barnstorf macht mobil!“. Modellhaft wird die Arbeit zunächst im Flecken Barnstorf und Eydelstedt begonnen.

Wie viele andere Kommunen steht auch die Samtgemeinde Barnstorf durch die Zuwanderung von Flüchtlingen und die Auswirkungen des demografischen Wandels vor besonderen Herausforderungen. Die Abwanderung und Alterung der Bevölkerung beeinflussen die Versorgungslage und gefährden den Zusammenhalt des Gemeinwesens. In der Region gibt es zum Teil tolle Angebote, die vor allem durch das Mehrgenerationenhaus (MGH) bereitgestellt werden. Diese sind jedoch lange nicht für alle erreichbar. Im Flecken Barnstorf ist die meiste Infrastruktur angesiedelt ist. In den übrigen Mitgliedsgemeinden hingegen ist wenig Infrastruktur vorhanden. Um an den öffentlichen Angeboten teilhaben zu können, müssten die Bewohner in den Flecken Barnstorf gelangen, was mit dem öffentlichen Nahverkehr mitunter schwer möglich ist. Dies gilt auch für die Erreichbarkeit des Mehrgenerationenhauses, das in dem Gemeinwesenprojekt eine tragende Rolle spielt. Aufgrund von eingeschränkter Mobilität oder Verständigungsschwierigkeiten ist es zudem für bestimmte Personengruppen noch schwieriger ihre unmittelbare Umgebung zu verlassen, um eine Veranstaltung oder ein Angebot des MGH zu besuchen.

Hier möchten wir anknüpfen und mit dem Projekt die Potenziale eines starken Gebietes in ein schwaches Gebiet transferieren. Dies soll insgesamt zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe beitragen sowie strukturelle Schwierigkeiten aufzeigen, die dann gemeinsam überwunden werden können.

Innerhalb des neuen Projektes sollen zunächst die Bedarfe und Interessen der Bewohner erhoben und auf dieser Basis Angebote geschaffen werden, die die soziale und gesellschaftliche Teilhabe verbessern und ein wertvolles Netzwerk in der Region schaffen. In regelmäßigen Abständen sollen beispielsweise neutrale Treffen in unterschiedlichster Form stattfinden, z.B. Frühstückstreffs, Themen-Nachmittage etc.. So können eine wertvolle Kontaktaufnahme und Vernetzung entstehen. Der Standort wird dabei wechseln. Wichtig ist, dass die Menschen sich kennenlernen. Es sollen Nachbarschaftshilfen entstehen, alle Interessierten von Beginn an in die Arbeit eingebunden und dazu motiviert werden, sich für die Belange ihrer Region-ihres Zuhauses- einzusetzen. „Barnstorf macht mobil“ soll ein Projekt für alle sein.

Aktuelle Informationen zum Projekt und dazugehörigen Angeboten finden Sie künftig auf unserer Website oder unter: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/barnstorf-ort49824/mobile-arbeit-ueberwindet-huerden-12855519.html 

Kontakt: Ann-Christin Leymann, Diakonisches Werk Diepholz-Syke-Hoya, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

(2) "Berlinerstraße - die Wende" 

Wie könnte man ein Projekt schöner starten, als mit Tanz, Spiel und Spaß? Am 21. September organisierten Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werkes Diepholz-Syke-Hoya deswegen anlässlich ihres neuen Gemeinwesenprojektes in Syke ein kleines Fest. Unterstützt wurden sie dabei durch freiwillige Helfer sowie die Initiative Pro Jugend e.V.

Von 15-17 Uhr wurden die BewohnerInnen rund um die Berliner Straße in Syke zu Kennlernspielen und Mitmachaktionen eingeladen. Ab frühen Nachmittag ging es dann los mit Spiel und Spaß. Das bunte Programm, bestehend aus Glücksrad, Air Hockey, Slush-Eismaschine, Vier gewinnt, Fußball, Tauziehen, Kinderdisco und Co. lockte schnell etwa 30 Kinder sowie Eltern und andere interessierte Bewohner an. Musik und Tanzspiele sorgten dabei schnell für eine ausgelassene Stimmung und bereiteten allen viel Freude.

Hauptanliegen dieses Nachmittags war es vor allem die Bewohner kennenzulernen und miteinander in Kontakt zu kommen aber auch die Diakonie, das Projekt und den Ansatz der Gemeinwesenarbeit vorzustellen.
Die Veranstaltung war ein gelungener Start und die kleine Feier begeisterte die Kleinen und weckte das Interesse der Großen aus der Gegend. Damit wurde eine gute Basis für das Projekt und der Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen.

Kontakt: Christiane Beneke, Diakonisches Werk Diepholz-Syke-Hoya, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

 Wenn auch Sie sich gerne engagieren möchten, melden Sie sich gerne bei uns!