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"Nur gemeinsam sind wir stark - Barnstorf macht mobil!"

Diakonisches Werk Diepholz-Syke-Hoya, Samtgemeinde Barnstorf und die Interessengemeinschaft Gesundes Leben (IGEL) starten erstes Gemeinwesenprojekt in der Region

Was ist eigentlich Gemeinwesenarbeit?

Es gibt nicht „das eine Konzept“ der Gemeinwesenarbeit (GWA), welches allumfänglich erklärt, wie der Aufbau einer Arbeit im Gemeinwesen ablaufen sollte. Eine gute Gemeinwesenarbeit gibt es nicht von „der Stange“. Aber beginnen wir von vorne: Als erstes wird ein Gebiet abgesteckt, welches im Folgenden als Quartier bezeichnet wird. Dieses Quartier wird näher betrachtet und es stellt sich die Frage, welche Bedarfe, Wünsche und Entwicklungspotenziale gibt bei den Menschen, die in diesem Quartier leben? Anders als in anderen Bereichen unserer Beratungsarbeit, liegt der Fokus hierbei nicht auf bestimmten Gruppen von Klienten bzw. Problemlagen, sondern auf allen in diesem Quartier lebenden Menschen. Die Orientierung an den Bedürfnissen und Themen der Menschen steht im Vordergrund. Die Aufgabe der GWA ist es, Themen aufzugreifen, die für die Menschen im Quartier als wichtig erachtetet werden. Die Förderung der Eigeninitiative ist ein wichtiger Bestandteil. Es geht nicht darum für die Menschen zu handeln, sondern mit ihnen zu agieren und sie zu begleiten. So kann das optimale Entwicklungspotenzial des Quartiers genutzt und die Integration und Teilhabe der Menschen vor Ort gestärkt werden. Grundsätzlich geht es um den Aufbau eines Miteinanders und um die Motivation, etwas bewegen zu wollen.

 

Das Projekt

In diesem Sommer startet unser Kooperationsprojekt „Nur gemeinsam sind wir stark – Barnstorf macht mobil!“. Modellhaft wird die Arbeit zunächst im Flecken Barnstorf und Eydelstedt begonnen.

Wie viele andere Kommunen steht auch die Samtgemeinde Barnstorf durch die Zuwanderung von Flüchtlingen und die Auswirkungen des demografischen Wandels vor besonderen Herausforderungen. Die Abwanderung und Alterung der Bevölkerung beeinflussen die Versorgungslage und gefährden den Zusammenhalt des Gemeinwesens. In der Region gibt es zum Teil tolle Angebote, die vor allem durch das Mehrgenerationenhaus (MGH) bereitgestellt werden. Diese sind jedoch lange nicht für alle erreichbar. Im Flecken Barnstorf ist die meiste Infrastruktur angesiedelt ist. In den übrigen Mitgliedsgemeinden hingegen ist wenig Infrastruktur vorhanden. Um an den öffentlichen Angeboten teilhaben zu können, müssten die Bewohner in den Flecken Barnstorf gelangen, was mit dem öffentlichen Nahverkehr mitunter schwer möglich ist. Dies gilt auch für die Erreichbarkeit des Mehrgenerationenhauses, das in dem Gemeinwesenprojekt eine tragende Rolle spielt. Aufgrund von eingeschränkter Mobilität oder Verständigungsschwierigkeiten ist es zudem für bestimmte Personengruppen noch schwieriger ihre unmittelbare Umgebung zu verlassen, um eine Veranstaltung oder ein Angebot des MGH zu besuchen.

Hier möchten wir anknüpfen und mit dem Projekt die Potenziale eines starken Gebietes in ein schwaches Gebiet transferieren. Dies soll insgesamt zu einer Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe beitragen sowie strukturelle Schwierigkeiten aufzeigen, die dann gemeinsam überwunden werden können.

Innerhalb des neuen Projektes sollen zunächst die Bedarfe und Interessen der Bewohner erhoben und auf dieser Basis Angebote geschaffen werden, die die soziale und gesellschaftliche Teilhabe verbessern und ein wertvolles Netzwerk in der Region schaffen. In regelmäßigen Abständen sollen beispielsweise neutrale Treffen in unterschiedlichster Form stattfinden, z.B. Frühstückstreffs, Themen-Nachmittage etc.. So können eine wertvolle Kontaktaufnahme und Vernetzung entstehen. Der Standort wird dabei wechseln. Wichtig ist, dass die Menschen sich kennenlernen. Es sollen Nachbarschaftshilfen entstehen, alle Interessierten von Beginn an in die Arbeit eingebunden und dazu motiviert werden, sich für die Belange ihrer Region-ihres Zuhauses- einzusetzen. „Barnstorf macht mobil“ soll ein Projekt für alle sein.


Wenn auch Sie sich engagieren möchten, melden Sie sich gerne bei uns!

 

Aktuelle Informationen zum Projekt und dazugehörigen Angeboten finden Sie künftig auf unserer Website oder unter: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/barnstorf-ort49824/mobile-arbeit-ueberwindet-huerden-12855519.html 

Kontakt: Ann-Christin Leymann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!