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Ramadan 2019: Alles was Sie vielleicht schon immer wissen wollten

Wir leben in einer interkulturellen Welt, in einem bunten Melting pot, der verschiedene Nationen, Lebensweisen und auch Religionen vereint. Es gibt viele Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede, doch manchmal erscheinen uns die Unterschiede größer, als sie tatsächlich sind:

Wussten Sie zum Beispiel, dass es in vielen der großen Weltreligionen eine Fastenzeit gibt? (Juden fasten beispielsweise während des Versöhnungstages „Jom Kippur“ und Christen fasten von Aschermittwoch bis Ostern,…)

Auch der Islam zählt zu unseren großen Weltreligionen. Weltweit sind mehr als 1,6 Milliarden Menschen Muslime. Vor allem im asiatischen Raum verbreitet, gibt es jedoch auch hier bei uns in Deutschland viele Muslime.

Vom 05. Mai (ab der ersten Sichtung der Mondsichel an Neumond) bis zum Sonnenuntergang des 04. Juni ist in diesem Jahr Ramadan (arabisch für „heißer Monat“). Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Kalender. Die traditionell mit dem Ramadan einhergehende Fastenzeit beginnt jedes Jahr zu unterschiedlichen Zeiten, da sie sich nach dem Mondkalender richten.
Seine große Bedeutung geht auf die islamische Auffassung zurück, nach der in diesem Monat der Koran hinab zu den Menschen gesandt wurde.

Das Fasten (arabisch: Saum) ist eine der fünf Säulen des Islam und ist somit einer seiner Grundpfeiler. In dieser Zeit ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unter anderem nicht gestattet Nahrung und Flüssigkeiten zu sich zu nehmen. Einige Ausnahmen, wie beispielsweise für Kinder, Kranke oder Schwangere gibt es jedoch. Fasten wird als heilige Pflicht der Muslime angesehen und soll den Körper und die Seele reinigen. Es geht hierbei um Versöhnung, um eine bewusste Rückbesinnung und um die Reflektion des eigenen Lebens, Denkens und Handelns. Der Ramadan ist auch der Monat der guten Taten. So wird in dieser Zeit besonderer Wert darauf gelegt, Bedürftige zu unterstützen und sich für Solidarität und Gemeinschaft einzusetzen.
Jeden Tag nach Sonnenuntergang versammeln sich Muslime und begehen gemeinsam das Fastenbrechen (arabisch: Iftar).
Unmittelbar an das Ende der Fastenzeit schließt sich das Fest des Fastenbrechens (arabisch: Eid al-Fitr oder auch „Zuckerfest“) an. Die dreitägigen Feierlichkeiten beginnen traditionell mit einem gemeinsamen Gebet und der Entrichtung der verpflichtenden Almosensteuer des Fastenbrechens. Anschließend gehen Muslime zu den fröhlichen Feierlichkeiten über, die bestimmt von gemeinsamen Festmalen, dem Gedenken an Verwandte und Vorfahren, dem gegenseitigen Beschenken und vor allem der Gemeinschaft sind.

Der arabische Gruß zum Fest des Fastenbrechens lautet „Īd mubārak“ (deutsch: gesegnetes Fest)